Das Fusionsprojekt kurz erklärt

Die zwölf reformierten Kirchgemeinden von Bern und Bremgarten sowie die reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern verhandeln über eine Fusion. Hier und auf den Stadtberner Gemeindeseiten der Zeitung «reformiert.» beantwortet das Steuerungsgremium des Fusionsprojekts Fragen zur geplanten Fusion. Die Antworten entsprechen dem Verhandlungsstand zur Zeit der Antwort.

 Welche Auswirkungen hat die Fusion auf die kirchlichen Angebote?

 Heute werden die kirchlichen Aktivitäten fast ausschliesslich von den bestehenden zwölf Kirchgemeinden wahrgenommen. Sie sind damit mehrheitlich auf das Quartier ausgerichtet. Mit der Fusion wird zweierlei angestrebt: Die heutigen Kirchgemeinden sollen sich zu grösseren Kreisen zusammenschliessen, wodurch die Angebote in den Stadtteilen besser wahrgenommen werden. Sodann gibt es mehr und mehr kirchliche Aktivitäten, die sich an die Bevölkerung der ganzen Stadt richten: Die fusionierte Kirchgemeinde Bern wird besser als die bestehende Gesamtkirchgemeinde in der Lage sein, solche stadtweiten Angebote zu planen und zu tragen. (Hans von Rütte, 25.7.2019)

 Kann ich selbst wählen, zu welchem Kreis ich gehöre?

 Die Zugehörigkeit zu einem Kirchenkreis kann ich nicht frei wählen, denn sie ist an den Wohnort gebunden. Die Stimmberechtigung für die Kreisangelegenheiten, unter anderem für die Wahl der Kreisvertretungen in das gesamtstädtische Parlament und der Mitglieder der Kreiskommissionen, ist ebenfalls an den Wohnort im entsprechenden Kreis gebunden. Es gibt aber dennoch eine Flexibilisierung gegenüber heute: Als Kreisräte sind Stimmberechtigte aus der ganzen Kirchgemeinde wählbar. So kann sich zum Beispiel jemand aus Bümpliz künftig in die Kirchenkreiskommission des Nordquartiers wählen lassen. (Hans Roder, 26.8.2019)